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Gefahr durch digitalen Datenklau


28.03.2017

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Bernau (MOZ) 2016 sind pro Quartal rund 1,3 Millionen Trojaner im Internet auf die Reise geschickt worden, die nur ein einziges Ziel haben: die Empfänger zu erpressen, um Geld zu kassieren. Allein im Dezember wurden in Bernau drei digitale Erpressungsversuche bei Firmen registriert.

\"CyberCrime - wie gefährlich sind die Bedrohungen aus dem Internet für mein Unternehmen?\" Dieser Frage ging der Unternehmerverband Barnim bei seinem Stammtisch am Dienstagabend im \"Ofenhaus\" nach. Denny Speckhahn, Mitarbeiter des Cyber-Kompetenzzentrums beim Landeskriminalamtes (LKA) Brandenburg, dämpft gleich zu Beginn allzu große Erwartungen: \"Ich will Ihnen die Illusion rauben, dass man die Täter ermittelt\", sagt er. Die würden selten aus Deutschland kommen, sondern weltweit agieren. Und dann hätten die Ermittler in der Bundesrepublik noch das Problem, dass sie an die IP-Adressen der Kriminellen nur bei schweren Straftaten herankämen. \"Kinderpornografie und Betrug gehören nicht dazu\", stellt der LKA-Mann klar.

Die Zentrale Anlaufstelle CyberCrime (ZAC) des LKA ist für Internetkriminalität zuständig, die sich gegen Wirtschaftsbehörden und Unternehmen richtet. Ihre Informationen und Warnungen gibt sie über die Industrie- und Handelskammern sowie die Verbände weiter. \"Unternehmer können sich bei Angriffen aus dem Internet direkt an die ZAC wenden\", ermuntert Kriminalist Speckhahn die über 30 Anwesenden im \"Ofenhaus\". \"Auf Wunsch der Firma wird der Fall vertraulich behandelt\", sichert er zu. Gerade im Januar dieses Jahres habe es in Bernau einen solchen sensiblem Fall gegeben, erzählt er. Dem Unternehmen seien Kundendaten entwendet worden.

Der Diebstahl von Daten und Identitäten nehme immer größere Ausmaße an, die Schäden würden immer höher, sagt der LKA-Mann. Er spricht vom \"internationalen Zusammenwirken\" von Tatbeteiligten und \"neuen Tätertypologien\". IT-Fachleute würden diesen als Dienstleister dienen. \"60 Prozent der Verdächtigen sind übrigens Innentäter. Dabei handelt es sich zumeist um ehemalige Mitarbeiter, die im Unternehmen Administratorrechte hatten\", weiß Speckhahn aus Erfahrung. \"Die Profi-Hacker kriegen wir nicht. Die arbeiten für Geheimdienste und bessern sich so ihr Budget auf\", bemerkt er lakonisch.

Der LKA-Mann berichtet den versammelten Unternehmern von so genannten Erpressungstrojanern. Sie werden klassisch im Anhang einer E-Mail versteckt, beim Surfen im Internet oder beim illegalen Herunterladen von Musik, Videos und ähnlichem übertragen. Die Schadsoftware kann darüber hinaus auch durch Nachrichten innerhalb sozialer Netzwerke und durch Netzlaufwerke, USB-Sticks und ähnliches weiterverbreitet werden. Zwei Hauptgruppen von Trojanern macht der LKA-Experte aus: Durch die einen wird der Rechner gesperrt, durch die anderen werden Daten verschlüsselt oder gelöscht. \"Die meisten Trojaner kommen als Bewerbung\", weiß Denny Speckhahn. Weit verbreitet seien auch gefälschte Rechnungen. Dazu würden die Täter akribisch im Internet recherchieren.

Er gibt den Unternehmern einige Tipps, wie sie es kriminellen Angreifern aus dem Internet schwerer machen können. Sie sollten Speichermedien nicht dauerhaft mit dem Computer verbinden, Daten regelmäßig auf einem externen Speichermedium sichern und die Datensicherung getrennt vom Computer an einem geschützten Ort aufbewahren, zählt Danny Speckhahn auf.

Kontakt zur Zentralen Anlaufstelle CyberCrime (ZAC) im LKA Brandenburg unter Tel. 03334 3888686 oder per E-Mail anZAC@polizei.brandenburg.de

Die Präsentationen der Referenten finden Sie demnächst hier im Anhang.


weitere Informationen:
Praxisbericht eines betroffenen Unternehmens
Infos zu Cyberversicherungen
Infos des LKA zur Bekämpfung von Cybercrime



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